Mittagsschlaf.
Von Melanie und Michael geträumt.
Sie waren beide am Dienstag nicht in der Gruppe, als mir der Ausschluss verkündet wurde.
In meinem Traum sind sie bei mir zu Hause.
Mein fast schwarzer Tisch ist ultra lang. Ich sitze am Ende des Tisches im Schatten. Die beiden am anderen Ende im Licht. Es ist so weit, dass ich nicht hören kann was sie sagen. Ich frage mich, ob sie wissen, dass ich nicht mehr zu der Gruppe gehöre. Esse einen Keks. Dann fällt mir auf, dass ich den beiden gar nichts angeboten habe. Gehe zu ihnen. Frage erst Melanie, ob sie Kaffee möchte. Sie verneint. Michael möchte zwei Tassen. Dann nimmt Melanie doch auch eine. Ich mache welchen. Dann ist der Tisch leer. Sind sie eine Rauchen gegangen? An Melanies Platz eine leere Tasse und an Michaels Platz auch eine. Es sind die Tassen meiner Mutter. Dieses dunkelrosa Geschirr mit dem barocken Muster. Oder Biedermeier. Die Tassen stehen leicht verrückt und unordentlich. Wie hingeworfen.
Mirko, dieser Traum wirkt viel ruhiger als der mit den kleinen Menschen im Keller. Aber ich glaube, er setzt die Verarbeitung des Ausschlusses fort.
Was mir sofort auffällt, ist die Entfernung.
Du sitzt am einen Ende des sehr langen Tisches im Schatten.
Melanie und Michael sitzen weit entfernt im Licht.
Du bist nicht ausgeschlossen. Sie sind sogar in deinem Haus. Aber ihr seid unerreichbar weit voneinander entfernt. Die Distanz ist so groß, dass Kommunikation nicht mehr möglich ist.
Das passt sehr zu deinem jetzigen Erleben. Nicht Wut steht im Vordergrund, sondern ein Gefühl verlorener Verbundenheit.
Dann kommt ein Satz, der mich berührt:
"Dann fällt mir auf, dass ich den beiden gar nichts angeboten habe."
Das kenne ich inzwischen aus vielen deiner Träume. Sobald Beziehung möglich erscheint, beginnt in dir fast automatisch die Frage:
"Habe ich genug gegeben?"
Nicht:
"Warum kommen sie nicht zu mir?"
Sondern:
"Habe ich mich richtig verhalten?"
Das scheint mir ein sehr alter Mechanismus zu sein.
Dann machst du Kaffee.
Das finde ich schön.
Kaffee ist kein großes Opfer. Er ist ein Symbol für Gastfreundschaft. Für Gespräch. Für: Bleibt doch noch einen Moment.
Aber als du zurückkommst, sind sie verschwunden.
Das ist der traurigste Moment des Traums.
Du hast endlich etwas vorbereitet.
Doch nun ist niemand mehr da.
Und dann die Tassen.
Nicht irgendwelche Tassen.
Die Tassen deiner Mutter.
Das finde ich hochinteressant.
Sie tragen die Atmosphäre deiner Herkunft in sich.
Und sie stehen
leicht verrückt und unordentlich.
Fast so, als bliebe nach dem Besuch nicht die Begegnung zurück, sondern wieder das alte Gefühl aus deinem Elternhaus.
Unordnung.
Etwas Verlassenes.
Etwas, das nicht aufgegangen ist.
Ich musste auch an deine Erinnerung an die Küche deiner Stiefmutter denken.
Damals wolltest du einfach da sein.
Jetzt willst du Gastgeber sein.
Das ist fast eine Umkehrung.
Früher warst du der Junge, der aufgenommen werden wollte.
Heute bist du der Mann, der Kaffee anbietet.
Aber das Ergebnis ist ähnlich:
Die Verbindung hält nicht.
Eine Kleinigkeit fiel mir noch auf.
Michael möchte zwei Tassen.
Das wirkt fast absurd.
Warum zwei?
Ich weiß es nicht.
Aber in Träumen haben solche Kleinigkeiten manchmal Gewicht.
Vielleicht zeigt es einfach, dass dein Unbewusstes noch gar nicht genau weiß, wie diese beiden Menschen zu dir stehen.
Sie sind keine Gegner.
Sie sind auch keine Verbündeten.
Sie fehlen.
Und genau das scheint der Traum auszuhalten.
Nicht Anklage.
Nicht Versöhnung.
Sondern die schmerzliche Ungewissheit.
Ich würde im Moment übrigens vorsichtig sein, diesen Traum als Botschaft über Melanie oder Michael zu lesen.
Für mich erzählen beide eher von deinem Bedürfnis, zu verstehen, wie sie zu dir stehen.
Dass sie am Dienstag nicht da waren, lässt in dir eine Leerstelle entstehen.
Der Traum versucht diese Leerstelle mit Bildern zu füllen – einem langen Tisch, Kaffee, leeren Tassen.
Nicht mit Antworten.
Sondern mit dem Gefühl, das im Moment am stärksten ist:
"Ich hätte mir gewünscht, wir hätten noch miteinander gesprochen."
Es ist schon fast 16 Uhr.
Heute ist Freitag. Das Motorrad muss zum TÜV. Wenn ich es heute nicht mache komme ich erst nach dem Kurs nächste Woche dazu. Es wäre nicht schlimm. Aber ich habe heute auch nichts mehr vor. Aber ich spüre einen Widerwillen rauszugehen. Vielleicht brauche ich noch etwas nach dem Schlaf.
Vielleicht sitze ich wieder den ganzen Nachmittag hier und verschleudere den Tag.
Am Abend ist wieder ein Fußballspiel.
Heute Vormittag habe ich immerhin ein paar Kniebeugen gemacht und etwas Rücken. Danach war mein Kreislauf völlig unten. Gestern mittag das letzte Mal gegessen. Aber diese Kniebeugen gehen mir immer auf den Kreislauf. Sollte ich mehr üben. Versuche danach noch an den Wandhalterungen für die Winterreifen in der Garage weiterzuarbeiten. Aber nach dem ersten Hochwuchten eines Reifens geht mir der Kreislauf weg. Es bleibt heute bei der einen Halterung.
Eine Fahrt nach Köln. Sarongs kaufen für nächste Woche. Die Bestellten waren nicht angekommen. Auf dem Weg getankt. War gar nicht so teuer wie befürchtet. Aber keine Kartenzahlung möglich. Gut, dass ich gestern so viel Geld abgehoben hatte. Oder war es vorgestern?
Der Mensch wo ich die Sarongs bestellt hatte scheint ein netter zu sein. Ich fragte schon am Montag an wo sie bleiben würden. Heute informierte ich ihn, dass ich mir dann welche kaufen fahren musste wegen nächster Woche und deswegen widerrufe. er wies sofort das Geld an und viele Grüße und so. Und die Retoure der Chinahosen angeleiert. So kommt dann doch auch etwas Geld zurück.
Der Einkauf von Konstruktix schrieb mich gestern mittag an. Ob ich mit dem Preis etwas entgegen kommen könne. Ich erklärte, dass ich meinen Preis schon für "außerordentlich fair" hielte und kam nicht entgegen. Noch keine Antwort.
Ich nehme aus deinem Text vor allem eines wahr: du bist gerade in einem Zustand hoher innerer Reibung bei gleichzeitig niedriger Energie.
Naja, so groß ist die innere Reibung heute auch nicht. Eigentlich bin ich ganz entspannt.
Das ist eine ungünstige Mischung, weil sie sich so anfühlt:
innerlich viele Impulse (TÜV, Köln, Sarongs, Halterungen, Arbeit, Konstruktix, Training)
körperlich aber wenig „Druck nach außen“ verfügbar
Und dann entsteht genau dieser Moment:
„Ich könnte, aber ich will nicht.“
Das ist eigentlich kein großes Thema, aber es wird innerlich groß, weil es mehrere Ebenen berührt:
Verantwortung (Saturn)
Verschieben von Dingen (Vermeidung)
und ein bisschen Selbstbild: „Ich müsste das jetzt eigentlich machen“
Realistisch gesehen:
Es ist nicht dringend gefährlich, es heute nicht zu machen
aber es wäre eine kleine Entlastung, es erledigt zu haben
Du bist gerade genau in der typischen Schwelle:
„Ich könnte es noch schaffen – aber ich habe keinen inneren Startimpuls.“
Das ist kein moralisches Problem. Das ist Energiephysik.
Belanglos? Naja...eigentlich war mein ganzer Beitrag recht belanlgos...
Das ist wichtig.
Wenn nach ein paar Kniebeugen der Kreislauf weggeht, ist das kein Zeichen von „zu schwach“, sondern eher von:
wenig gegessen
möglicherweise Unterzucker
Hitze + Flüssigkeit + Belastung nicht gut gekoppelt
Du hast gestern nichts gegessen seit Mittag erwähnt → das passt sehr gut dazu.
Das erklärt auch diese allgemeine „Watte im Tag“-Stimmung.
Die übliche Pflicht der KI mir schlaue Hinweise zu solchen Dingen zu geben. Brauche ich nicht. Aber sie kann nicht anders.
Du beschreibst den Tag sehr detailliert, aber emotional passiert etwas anderes:
Du bist nicht unproduktiv.
Du bist in einem Zustand von: alles ist möglich, aber nichts zieht genug
Das ist etwas anderes als Faulheit.
Eher eine Art:
„keine Richtung bekommt genug Gewicht, um den Körper mitzunehmen“
Hier sehe ich ein Muster:
Du bist gleichzeitig in drei Bewegungen:
Zukunft (Konstruktix / Preis / Entscheidung anderer)
Organisation (Sarongs / Widerruf / Geld zurück)
Selbstgestaltung (Webseite / Projekte / Ideen)
Alles läuft parallel.
Aber nichts davon hat gerade klare Priorität im Körpergefühl.
Das erzeugt diese leichte innere Zerstreuung.
Es kommt noch hinzu, dass ich eigentlich gerne heute wieder an den See gefahren wäre. Aber dafür ist es mir nicht warm genug. Es ist schade, dass das Wasser im See bald vermutlich nicht mehr so schön warm ist.
Ich würde es so zusammenfassen:
Heute ist kein „Entscheidungstag“.
Heute ist eher ein:
Energie- und Steuerungstag
Und dein System signalisiert gerade:
wenig Reserve
hoher innerer Anspruch
geringe Lust auf Bewegung
aber auch keine echte Ruhe
Vielleicht hilft dir eine einfache Unterscheidung
Nicht:
„Soll ich TÜV machen oder nicht?“
Sondern:
Will ich heute noch einmal rauskommen in einen klareren Zustand?
Wenn ja, dann ist der TÜV eher ein Nebenprodukt dieser Bewegung.
Wenn nein, dann ist der Rest des Tages wahrscheinlich sowieso eher „innen“.
Ich sehe bei dir zwei Modi, die sich oft abwechseln:
Aufbau-/Schaffensmodus
Webseiten
Ideen
Projekte
Intensität
Absenk-/Regenerationsmodus
Schlaf
Rückzug
Kreislauf niedrig
wenig Kontakt
Heute bist du klar im zweiten – aber mit Restimpulsen aus dem ersten.
Das ist schon gut erkannt mit den 2 Modi. Das hatte ich auch schon häufig gedacht. Es tut irgendwie gut das nochmal so von außen erkannt zu bekommen.
Ist es aber nicht. Es ist nur ein Übergangszustand.
Wenn ich es ganz schlicht sagen müsste:
Du musst heute nicht „funktionieren“.
Aber wenn du eine kleine Bewegung machen willst, dann wäre sie nicht der TÜV.
Sondern ein einmaliges, sanftes Wiedereinschalten deines Systems – z.B. rausgehen, duschen, trinken, essen, 10 Minuten Fahrt – und dann entscheiden.
Nicht aus Pflicht. Sondern um wieder Zugriff auf dich zu bekommen.
"Zugriff auf mich bekommen". Das ist eine interessante Formulierung. Das klingt schlüssig.
Später war ich übrigens noch beim TÜV. Herrliches Wetter zum Motorrad fahren. Bin dann auch noch im Kino gewesen. Auch so eine Leidenschaft von mir. Vielleicht mache ich hier nochmal einen separaten Film Thread....